Jubiläumsfeier auf dem Schafsberg: St. Vincenz-Krankenhaus Limburg eröffnet Jubiläumsjahr

05.03.25   |  Pressemitteilung

Unter dem Motto „175 Jahre gemeinsam für Gesundheit“ feiern die Stiftung St. Vincenz-Hospital und das gleichnamige Limburger Krankenhaus in diesem Jahr ihr 175-jähriges Bestehen. Eine Auftaktveranstaltung in der Limburger Klinik bildete dabei jetzt den Beginn einer Reihe von Veranstaltungen, mit denen dieses Jubiläum im Jahresverlauf gefeiert wird.

In seiner 175-jährigen Geschichte hat sich das St. Vincenz zum größten Gesundheitsdienstleister und Arbeitgeber der Region entwickelt.Wie es das geschafft hat und was benötigt wird, um die Gesundheitsversorgung vor Ort auch in Zukunft nachhaltig zu sichern, diskutierten Vertreter aus Medizin, Pflege und Management im Rahmen der Veranstaltung vor rund 120 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft, Kooperationspartnern und Mitarbeiterschaft.  

Mutige Entscheidungen statt Verharren

„Es gibt kein Geheimrezept, um die Herausforderungen zu meistern, mit denen sämtliche Kliniken im Land konfrontiert sind,“ erklärte der Vorsitzende des Verwaltungsrates, RA Erwin Reuhl. Das St. Vincenz habe sich in seiner langen Geschichte stets durch mutige und bedarfsorientierte Weiterentwicklung ausgezeichnet. „Wir investieren nicht blind, sondern ermitteln den Bedarf und handeln entsprechend,“ beschreibt Reuhl die Philosophie der Krankenhausgesellschaft. „Denn wir fühlen uns der Region verpflichtet und sind uns unserer Verantwortung bewusst.“

„Wir lassen uns nicht beirren,“ ergänzt Geschäftsführer Guido Wernert. „Ein unsicheres Umfeld darf uns nicht davon abhalten, uns zu entwickeln,“ sagt der Klinikmanager mit Blick auf die Situation in der deutschen Kliniklandschaft. Denn: „Verharren schadet dem Haus und der Region!“ Und so investiert die Krankenhausgesellschaft auch in diesem Jahr kräftig - allein rund 6 Mio. Euro für zwei Projekte zur Einführung robotergestützer Verfahren in verschiedenen Bereichen. Ausdrücklich verwies Reuhl in diesem Kontext darauf, dass erwirtschaftete Beträge vollständig und ausschließlich in die Verbesserung des Leistungsangebotes und der Versorgungsqualität investiert würden.

Strategischer Weitblick und entschlossenes Handeln als Basis, doch letztendlich seien es die engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die eine solche Entwicklung voranbringen, bedankt sich Wernert für den Einsatz des „Vincenz-Teams“. „Der Aufbau neuer Angebote kostet Kraft,“ weiß der Geschäftsführer. „Doch innerhalb der Krankenhausgesellschaft arbeiten zahlreiche hoch motivierte Menschen, die gemeinsam als Motor agieren, um solche Prozesse vorantreiben.“

Gerüstet für die Krankenhausreform

Dank des vorausschauenden Handelns der vergangenen Jahre habe die Krankenhausgesellschaft einen soliden Grundstein für die anstehende Krankenhausreform gelegt, ist die Ärztliche Direktorin PD Dr. Katrin Neubauer-Saile überzeugt. „Es ist schon ungewöhnlich, in einer Kleinstadt wie Limburg ein so breites Leistungsspektrum anbieten zu können,“ erklärt sie. In den vergangenen Jahren wurde das Leistungsspektrum von 17 auf 34 Bereiche erweitert – von der Gefäßchirurgie über die Hauptabteilungen der Kinderheilkunde und Urologie bis hin zur Weiterentwicklung der zentralen Notaufnahme zu einer eigenständigen Abteilung, in der allein im letzten Jahr über 47.000 Patienten behandelt wurden. „Darauf können wir stolz sein!“ fügt Dr. Neubauer-Saile hinzu.

Die Menschen in der Region können sich auf eine umfassende, qualitativ hochwertige medizinische Versorgung vor Ort verlassen, so die Ärztliche Direktorin weiter. Entscheidend sei dafür auch eine gut verzahnte Zusammenarbeit zwischen niedergelassener Ärzteschaft und Klinik. „Das war nicht immer einfach,“ sagt Ulrike Tondera vom Ärztenetz „Piano“. Über die Jahre habe sich zwischen Niedergelassenen und Klinik jedoch eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe entwickelt, von der alle Beteiligten profitieren.

Aus- und Weiterbildung als Mittel gegen Fachkräftemangel

Im Wandel der Zeiten ist das Leitmotiv der Gründer Dr. Anton Busch und Dr. Baptist Diehl unverändert geblieben: Der Anspruch, nichts als dem Menschen und seiner Gesundheit verpflichtet zu sein - unabhängig von Nationalität, Weltanschauung oder Konfession. „Krankenversorgung als Ausdruck christlicher Caritas: Eine Verpflichtung, die angesichts der aktuellen Stimmung im Land wichtiger denn je erscheint,“ betont RA Reuhl.

Dies sei in Zeiten von Fachkräftemangel und der damit einhergehenden Verdichtung der Arbeitslast nicht immer einfach umzusetzen. Was also tun? „Darauf setzen, den eigenen Nachwuchs auszubilden und die Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass sie nach der Ausbildung dem Haus treu bleiben und gerne zur Arbeit kommen,“ erklärt Pflegedirektor Jens Rößner. Aktuell absolvieren 113 Auszubildende ihre pflegerische Ausbildung in der hauseigenen Akademie für Gesundheitsfachberufe. „Seit einigen Monaten verzeichnen wir einen deutlichen Anstieg der Bewerberzahlen,“ freut sich Akademieleitung Sibylle Schnurr. Zu Recht, denn das Angebot ist attraktiv: In der Einsatzplanung wird individuell auf die Wünsche der Auszubildenden eingegangen, nach erfolgreichem Abschluss winkt die garantierte Übernahme auf der Wunschstation, und examinierten Pflegekräften bietet die Krankenhausgesellschaft zahlreiche Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten. „Das überzeugt auch externe Partner, die ihre Mitarbeiter zur Weiterbildung zu uns schicken,“ berichtet Schnurr.

Wie das medizinische Leistungsspektrum sei auch das Weiterbildungsangebot in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut worden, erzählt der als stellvertretende Akademieleiter Marc Hartmann. Das Angebot orientiere sich dabei an den Anforderungen aus der Praxis und werde bedarfsorientiert und pragmatisch weiterentwickelt. Neben Fachweiterbildungen in der Intensiv- und Anästhesiepflege sowie der Notfallpflege, starten im Mai außerdem zum ersten Mal 15 Teilnehmer im sog. „Anpassungslehrgang für zugewanderte Pflegekräfte“ in der BILDUNGSWERKstadt. „Denn auch hier haben wir erkannt, dass wir dieses Angebot etablieren müssen, um dem Fachkräftemangel auf mehreren Ebenen zu begegnen,“ so das Schulleitungsteam.

Letztendlich seien aber auch Politik und Gesellschaft mit in der Verantwortung, den „hochkomplexen Beruf in der Pflege“ attraktiver zu machen, ist Pflegedirektor Rößner überzeugt. „Unsere Gesellschaft muss begreifen, dass Pflegekräfte eine tragende Säule der Gesundheitsversorgung sind. Denn egal ob Arzt oder Pflegekraft, das Ziel ist dasselbe: die bestmögliche Versorgung der Patienten.“ Dies erfordere nicht nur fachliche Kompetenz, sondern auch Empathie und Teamarbeit. „Es ist an der Zeit, die Leistungen der Pflegekräfte gebührend anzuerkennen und auch seitens der Politik dafür zu sorgen die Arbeitsbedingungen in der Pflege weiter zu verbessern,“ appelliert Rößner. 

Geschichte weiterschreiben

Die Herausforderungen werden auch in den kommenden Jahren nicht weniger, aber das St. Vincenz begegnet diesen vorbereitet: Sei es durch Ausbau des Leistungsspektrums, den Bau eines multifunktionalen Hybrid OP-Saals, die Etablierung robotergestützter Verfahren wie dem daVinci OP-Roboter oder dem sog. Unit Dose System in der Apotheke, zahlreiche Maßnahmen zur Gewinnung und Integration ausländischer Fachkräfte oder dem kontinuierlichen Ausbau des Aus- und Weiterbildungsangebots.

„Mit dem Wissen aus unserer Vergangenheit, dem Mut, neue Wege zu gehen und einem starken Team im Rücken sehen wir die Entwicklungen der heutigen Zeit als Chance, unsere Geschichte fortzuschreiben,“ blickt Reuhl optimistisch in die Zukunft.

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